Donnerstag, 14. Dezember 2017

Lieblingsbücher 2017


Viele von euch haben darauf bestimmt schon gewartet: 
hier kommen meine 
Lieblingsbücher 2017

Dieses Jahr ist die Anzahl der gelesenen Bücher nicht so beeindruckend wie sonst. Das liegt vor allem daran, dass sich Jugendbücher (die ich in den letzten Jahren zu Hauf gelesen habe) sehr viel schneller weglesen lassen. Stattdessen habe ich dieses Jahr bewusst ganz andere Bücher gelesen, dickere, wertvollere vielleicht, die zum Nachdenken über das eigene Leben anregen und mich stark beeindruckt haben. Der link führt wie immer zum Partner-Programm von Amazon. Falls ihr dort etwas bestellt, bekomme ich eine kleine Provision, über die ich mich natürlich sehr freue, für euch bleibt der Preis gleich. Ich sage aber ehrlich, dass ich mir wünschen würde, dass ihr gerade eure Bücher in eurer Lieblingsbuchhandlung kauft.


1. "Hier bin ich" von Jonathan Safran Foer*
Über das Scheitern einer Ehe mit drei Kindern - schonungslos, voller Wahrheiten und bitterer Erkenntnisse. 
"Erzähl mir nicht, sagte er, dass du deine Zeit und deine Gedanken nicht gern wieder für dich hättest. Du sollst ja nicht schlecht über deinen Mann oder deine Kinder reden. Wir können wohl voraussetzen, dass dir nichts anderes jemals auch nur halb so viel bedeutet hat oder dass dir nichts mehr bedeutet. Ich möchte weder die Antwort hören, die du geben willst, noch die, die du meinst geben zu müssen. Ich weiß, dass man sich gegen den Gedanken sträubt und nicht darüber sprechen mag. Aber mal ehrlich: Wärst du allein nicht glücklicher?"

2. "Ein Monat auf dem Land" von J. L. Carr*
Ein kleines Buch voller Leichtigkeit über die Liebe.
"Sie kam nur wenige Schritte näher, aber jetzt konnte ich erkennen, dass sie wesentlich jünger war als Keach, höchstens neunzehn oder zwanzig, und sehr hübsch. Nein, nicht nur hübsch, sie sah umwerfend aus. Ihr Hals war bis zum Ansatz ihres Busens unbedeckt, und ich fühlte mich augenblicklich an ein Boticelli-Gemälde erinnert - nicht an die "Venus", sondern an die "Primavera". Teils lag es an ihrem wundervollen Gesicht, teils an ihrer grazilen Art, daran, wie sie stand. Ich hatte genügend Gemälde in meinem Leben gesehen, um wahre Schönheit zu erkennen, aber niemals hätte ich damit gerechnet, ihr an diesem abgelegenen Ort zu begegnen."

3. "Das Buch der Wunder" von Stefan Beuse*
Ein modernes Märchen über die Geschwister Penny und Tom, nach dem Verlust ihres Vaters.
"Über Monate hinweg war ihr Vater immer weniger geworden, eine Fotografie, die unbemerkt verblasste, doch mit seiner Abwesenheit umzugehen war immer noch leichter, als die Abwesenheit einer Mutter zu ertragen, die alles in einen stummen Schuldspruch verwandelte. Den ganzen Tag saß sie reglos in der Wohnung. Sie sagte nichts, aber ihre Blicke gaben ihnen das Gefühl, das alles falsch an ihnen war. Jede Geste, jede Bewegung, jedes Wort."

4. "Ein wenig Leben" von Hanya Yanagihara*
Erzählt wird die Freundschaft zwischen Jude, Willem, JB und Malcolm - einer Freundschaft, die wichtiger und aufrichtiger ist als jede andere, die geprägt ist durch Liebe, Verständnis und tiefe Gefühle, selbst als sich immer mehr offenbart, was Jude als Kind ertragen musste.
"Man muss über so etwas reden, solange es noch frisch ist. Sonst macht man es nie. Ich bring dir bei, darüber zu reden, denn es wird immer schwieriger, je länger man wartet, und es wird in dir gären, und du wirst für immer glauben, dass du selbst an allem schuld bist. Natürlich stimmt das nicht, aber du wirst es für immer und ewig glauben."

5. "Was man von hier aus sehen kann" von Mariana Leky*
KÖNNT IHR BITTE ALLE DIESES BUCH LESEN????
Ich glaube, ich habe es inzwischen bereits über 10 Mal verschenkt und kann nur immer wieder betonen, wie besonders es ist.

6. "Der Club" von Takis Würger*
Ein Krimi über einen geheimen Box-Club in Camebridge.

7. "Libellen im Kopf" von Gavin Extence*
Abby leidet unter Hypomanie und findet nach einen kompletten Zusammenbruch wieder zu sich selbst.

8. "Fegefeuer" von Sofi Oksanen*
Das Leben der Bäuerin Alide vor, während und nach der russischen Besatzungszeit Estlands und der Erkenntnis, dass man vor der Vergangenheit nicht weglaufen kann.
"Alides eigene Fähigkeit, vor etwas Angst zu haben, war etwas, was der Vergangenheit angehören sollte. Sie hatte die Angst hinter sich gelassen und scherte sich überhaupt nicht um die Steinewerfer. Aber jetzt, wo ein unbekanntes Mädchen in ihrer Küche war und seine nackte Angst auf dem Wachstuch ausbreitete, konnte sie sie nicht einfach wegwischen, wie sie es hätte tun sollen, sondern sie ließ sie zwischen die Tapete und den alten Kleister schlüpfen, in die Ritzen, die dort von den versteckten und später vernichteten Fotos zurückgeblieben waren. Die Angst ließ sich nieder wie in ein wohlbekanntes Haus. So als wäre sie niemals fort gewesen. So als hätte sie nur irgendwo einen Besuch gemacht und wäre am Abend heimgekehrt."

9. "The Hate U give" von Angie Thomas*
Das wichtigste Jugendbuch des Jahres! Es handelt von Starr, die als fast einzige Schwarze auf eine weiße Privatschule geht, jedoch jeden Abend in ihr Viertel zurückkehrt. Eines Tages nach einer Party geschieht ein schreckliches Unglück und lässt sie über sich herauswachsen.
"Ich habe es immer wieder erlebt: ein Schwarzer wird erschossen, nur weil er schwarz ist, und die Hölle bricht los. Ich habe RIP-Hashtags getweetet, Bilder auf Tumblr weitergebloggt und jede Petition, die es gab unterzeichnet. Immer habe ich gesagt, wenn ich dabei wäre, wenn sowas passiert, dann hätte ich die lauteste Stimmer und würde dafür sorgen, dass die Welt erfährt, was passiert ist.
Jetzt bin ich genau diese Person und habe zu viel Angst, den Mund aufzumachen."

10. "Die Geschichte der Bienen" von Maja Lunde*
Angesichts des Insektensterbens ein ganz wichtiges Buch, um Verständnis für die Bedeutung der Bienen für die Menschheit zu schaffen. Erzählt wird auf drei Zeitebenen, mit jeweils ganz unterschiedliche Protagonisten.
"Im Jahr 2045 gab es keine Bienen mehr auf der Welt."

11. "Und es schmilzt" von Lize Spitz*
Ein psychologisch ungemein ausgeklügeltes Familiendrama in einem kleinen Dorf in Flandern.

12. "Alles über Heather" von Matthew Weiner*
Perfekt übersetztes Kleinod, wie ein Außenseiter eine vermeintlich perfekte Familie bedroht.

13. "Die Farbe von Milch" von Nell Leyshon* 
Mary, recht ungebildet, tritt eine neue Stelle an. Hat man sich erst einmal an den Stil des Buches gewöhnt, hat es eine rauhe Schönheit.
"Das Schreiben dauert lange. Jedes Wort muss buchstabiert und eins nach dem anderen aufs Papier geschrieben werden und wenn ich fertig bin muss ich es noch einmal anschauen um zu überprüfen ob ich die richtigen Ausdrücke gewählt habe. Und was ich sagen will. Und warum ich es sage. Und es dauert länger dass ich etwas hinschreibe was passiert ist als es gedauert hat dass es passiert."

14. "Sie mich an" von Mareike Krügel*
Über das Selbstverständnis einer Mutter und ihrer Bedeutung in der Familie, als sie ein "Etwas" in ihrer Brust ertastet und sich fragt, wie es weitergehen soll.

15. "Raumpatrouille" von Matthias Brandt*
Von der Kindheit, wenn der Vater Willy Brandt heißt.

16. "Ich Eleanor Oliphant" von Gayle Honeyman*
Eleanor, Ende dreißig, findet sich recht normal, obwohl sie regelmäßig am Wochenende zwei Tage durchgehend betrunken ist und ihre einzige Hass-Verbündete ihre Mutter ist. Eine plötzlich überraschend auftretende Verliebtheit in einen Star bringt sie dazu, sich endlich ihrer Vergangenheit zu stellen, die sie so lange verdrängt hat.
"Stets habe ich den allergrößten Wert darauf gelegt, allein zurechtzukommen. Ich bin eine Einzelkämpferin, die letzte Überlebende. Ich bin Eleanor Oliphant. Ich brauche niemanden sonst. Es gibt keine große Leere in meinem Leben, kein fehlendes Puzzleteil, das mich vervollständigen würde. Ich bin mir selbst genug, ein kleines Elementarteilchen. Das habe ich mir zumindest immer eingeredet. Bis gestern Abend, als ich der Liebe meines Lebens begegnet bin."

Ich hoffe, ihr könnt noch den ein oder anderen Tipp für eure Geschenke oder Wunschzettel mitnehmen!

LG von Caro

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Dienstag, 12. Dezember 2017

12 von 12 - Dezember 2017

Guten Morgen!
Zum Frühstück wird dieses Jahr eine Adventskerze angezündet.

So richtig hell wurde es heute erst sehr spät, dazu die Aussicht auf Schneeregen und ungemütliche Temperaturen ...

Da hilft nur Kopfhörer auf und ganz laut Musik hören, zB Prince "U Got The Look" mit Sheila E. und Sheena Easton - und alles läuft viel besser!

Die großen Kinder haben dieses Jahr einen Adventskalender, in den ich lauter Süßigkeiten aus verschiedenen Ländern gesteckt habe. Heute gabs Gummizeugs mit den verschiedenen Entwicklungsstadien des Frosches ... großartig, oder?

 Vormittäglichen Termin gut hinter mich gebracht
  Kurze Pause wieder zu Hause mit der traditionelles Weihnachtskaffeeetasse

und der neuen Flow.

Örks, draußen noch immer Schnee, jetzt gemischt mit Eisregen.
Und alles so "Yeah!" nicht!


 Schnelles Mittagessen für den kleinsten Mitbewohner aus dem neuen Jamie Oliver Kochbuch "Jamies-5-Zutaten-Küche"* gezaubert

und nachmittags die bestellten Bücher in der Lieblingsbuchhandlung Lüders abgeholt

 und weil es gefühlt seit mittags schon wieder langsam dunkler wurde, gibts jetzt noch Ingwertee

und die Aussicht auf das nächste Buch "Lügnerin" von Ayelet Gundar-Goshen* , wenn hier abends endlich Ruhe herrscht.

 Vielen Dank fürs Gucken!

LG von Caro

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Montag, 11. Dezember 2017

Mein Insta Wochenende ...

... war geprägt durch viel weihnachtliches Leuchten und Glitzern:
(1) Der Herrnhuter Stern ist und bleibt meine absolute Lieblingsadventsdekoration. Dieses Jahr hängt er im Küchenfenster und schon morgens leuchtet er für uns. (2) Und ich war nach ganz vielen Jahren mal wieder Frühstücken bei "Lühmanns", noch immer so herrlich plüschig und gemütlich. (3) Erfolglos habe ich im samstäglichen Gewimmel versucht, Weihnachtsgeschenke zu kaufen und konnte so wenigstens abends die schöne Hamburg-Kugel im Hamburger Hauptbahnhof fotografieren. (4) Und am Sonntag führte es mich wieder ins Thalia-Theater, wo zur Mittagszeit in einer fast 3 Stunden dauernden Veranstaltung mit Theater, Musik und vielen wunderbaren Reden, dem jungen und talentierten Schauspieler Steffen Siegmund der diesjährige Boy-Gobert Preis überreicht wurde.

Ich hoffe, ihr hatten ein ähnlich schönes Wochenende.

LG von Caro

PS: 
Nicht vergessen! Morgen ist wieder Zeit für "12 von 12!", tatsächlich schon zum letzten Mal in diesem Jahr. 
Ich freu mich noch immer so, dass es für viele von euch inzwischen schon seit Jahren zu ihren festen Monatsaufgaben gehört, dort teilzunehmen. Vielen Dank!

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Buchempfehlung: "Good Night Stories for Rebel Girls"

Ein wunderschönes inspirierendes Buch für mehr Girlpower und Unabhängigkeit: 
Erzählt werden 100 Geschichten von 100 besonderen Frauen aus aller Welt, zB Kleopatra, Angela Merkel, Anna Politkowskaja, Elisabeth I., Nina Simone oder Maria Callas. Jede ist aufbereitet wie ein Märchen und wunderschön illustriert von 60 verschiedenen Künstlerinnen. 

Eine über alle Maßen anregende Lektüre für alle Mädchen und Frauen!

"An alle rebellischen Mädchen dieser Welt:
träumt größer
zielt höher
kämpft entschlossener
und im Zweifelsfall merkt euch:
Ihr habt Recht."

LG von Caro

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Donnerstag, 30. November 2017

Fertig: Kalender 2018

Lieber spät als nie: 
mein Kalender für 2018
Diesmal kein kleiner Moleskine, wie in den ganzen letzten Jahren, denn große Kinder haben auch mehr Termine und oftmals fehlte mir doch der Platz. Darum wird mich dieses Jahr ein etwas größerer Kalender von Leuchtturm* begleiten, den gibt es auch in vielen wunderschönen Farben. Und er ist ähnlich aufgebaut wie meine bisherigen Kalender, denn ich brauche immer eine leere Seite neben der Woche für Notizen. Gut gefällt mir auch, dass es zwei Lesezeichen gibt, so dass man den hinteren Teil mit ebenfalls viel Platz für Listen (Ich liebe Listen!) nutzen und wiederfinden kann. Praktischerweise gibt es zu jeder Kalenderfarbe die passende selbstklebende Stifteschlaufe*, weshalb er diesmal auch nicht benäht, sondern lediglich beplottet wurde. Ganz schlicht!

Und was habt ihr nächstes Jahr für einen Kalender? Tut ihr euch auch immer so schwer, euch für einen zu entscheiden und bleibt lieber immer beim gleichen?

LG von Caro

PS:
Wer sich aber gerne eine Hülle für seinen Kalender nähen möchte, dem empfehle ich nochmal mein Tutorial:
"So geht das: Kalenderhülle nähen für den kleinen Moleskine, mit Stiftelasche"

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Donnerstag, 23. November 2017

Buchempfehlung: "Alles über Heather" von Matthew Weiner

Ein kleines psychologisches Meisterwerk: 
Mark und Karen Breakstone leben in New York und haben eine Tochter - Heather. Während Mark an seiner Karriere arbeitet, dreht sich Karens Leben seit der Geburt ihrer Tochter nur noch um sie, dieses besondere Kind, das alle mit seiner Art in den Bann zieht.

"(Karen) erklärte Mark, sie wolle kein zweites Kind. Es wäre Heather gegenüber unfair. Tatsächlich hatte Karen schon im Augenblick der Geburt gewusst, dass sie Heather so lange wie irgend möglich ihre ungeteilte Aufmerksamkeit und Fürsorge schenken würde. Da die Kleine kein gewöhnliches Kind war, grübelte Karen auch nie, ob sie mit Heather möglicherweise nur ihr fehlendes Interesse an einer beruflichen Karriere oder ihre Abhängigkeit von Marks Erfolg rechtfertigen wollte. Hätte Karen eine solche Ausstrahlung und solch einen Zauber wie Heather besessen, wäre ihr Mutter vielleicht nicht wieder an die Uni gegangen."

Dieses innige Verhältnis zwischen Mutter und Tochter findet ein jähes Ende, als die Pubertät mit aller Macht zuschlägt. Karen fühlt sich betrogen und verlassen, dass ihre Tochter sich nunmehr besser mit ihrem Vater versteht, tut sein übriges. Und wäre das noch nicht genug, so erscheint plötzlich Bobby Klasky auf der Bühne, ein Arbeiter, schon früh straffällig geworden, mit einem ganz besonderen Interesse an ihrem wertvollsten Besitz. 
Und das Unheil nimmt seinen Lauf ...

"Auf seinem hohen Aussichtsposten nahm Bobby an einem späten Nachmittag zu ersten Mal den Hauch eines Duftes wahr, bei dem ihm der Kaffee aus der Hand fiel und er tief einatmen musste. Nase und Lungen füllten sich mit einer Mixtur aus Zigaretten, Seife und Blut, die wie in einer Explosion von einem hochgewachsenen, schlanken Mädchen aufstieg, das in sein Handy sprach; Rauch umkringelte das schulterlange hellbraune Haar, als ob es in Flammen stünde. Für jemand anderen wäre in diesem Moment vielleicht die Zeit stehen geblieben, aber Bobby besaß keine Vorstellung von Zeit, deshalb waren die Dinge für ihn entweder interessant oder langweilig, und wenn es um Menschen ging, bedrohlich oder erregend."

Brilliant geschrieben, fast ohne Dialoge beschreibt Weiner (der übrigens die Drehbücher zu "Mad Men" und "Die Sopranos" geschrieben hat) wie das Böse dieses Idyll bedroht und die Menschen zum Äußersten treibt. Die Übersetzung von Bernhard Robben tut ihr übriges, dass man dieses schmale Buch von nur knapp 130 Seiten mit einem leisen Grauen liest bis zum bitteren Ende.

LG von Caro

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Montag, 20. November 2017

Stoffmarktbeute

Gestern war in Hamburg endlich wieder Stoffmarkt. Leider war es voll kalt, regnerisch und ungemütlich, aber das hat mich natürlich nicht davon abgehalten, trotzdem mein Glück zu suchen. Zum ersten Mal bin ich allerdings nicht an meinem "Lieblingsstand" mit den Coupons fündig geworden, irgendwie war das alles nicht das, was ich suchte.
Mit nach Hause sind aber diese Stoffe gekommen:

die oberen sind Jersey und werden wohl zu Frau Aikos, darunter ist ein toller schwarzer Wollstoff mit weißen Streifen (der wird der nächste Mantel, hatte ich ja schon angekündigt) und dann kommen drei Sweats, die alle wohl Amy werden. Vor allem den blauen finde ich ja super und glaube aber, da muss dann noch irgendwas drauf, ein großer Patch, was Geplottetes, auf jeden Fall etwas Buntes.

Einen tollen Sart in die Woche und LG von Caro

Donnerstag, 16. November 2017

Buchempfehlung: "Und es schmilzt" von Lize Spit

Ein Buch voller Gewalt: "Und es schmilzt" von Lize Spit*:

Puh, kein leichter Stoff, den sich die junge Schriftstellerin Lize Spit für ihren ersten Roman ausgesucht hat. Dabei ist das Buch kein Thriller, sondern eher ein psychologisches Familiendrama. Und nach der Lesung letzte Woche in der Lieblingsbuchhandlung "Lüders" noch immer unwirklich, wie eine so nette und sympathische Person so eine Geschichte in sich tragen konnte.

Eva, die Hauptfigur, wächst in einem kleinen Dorf auf. Zusammen mit ihr werden in diesem Jahr nur noch zwei weitere Kinder geboren: Pim und Laurens. In Rückschauen der jetzt erwachsenen Eva, die auf dem Weg in ihr Heimatdorf ist, erfahren wir nach und nach, warum sie dorthin nie zurück kehren wollte und was dort im Jahre 2002 geschehen ist.Und je mehr man über das Leben dort erfährt, je mehr einem klar wird, dass Evas Eltern Alkoholiker sind, die Schwester an einer Zwangsstörung leidet oder die Freundschaft zwischen Pim, Laurens und Eva in eine Richtung steuert, die nur grausam und brutal enden kann, desto mehr schnürt sich einem das Herz zu und desto lieber möchte man wegschauen und nicht weiterlesen, was Menschen anderen antun können. Doch Lize Spit schreibt in einem so fesselnden Stil, dass selbst ich, die eigentlich ganz andere Genre liest, das Buch kaum aus der Hand legen konnte, es sei denn um kurz durchzuatmen und zu gucken, ob draußen die Sonne noch scheint.

"Ich sitze an diesem Tisch genau dort, wo Mama immer saß. Stundenlang konnte sie vor sich hin starren, ohne wirklich zu sehen, was sich im Garten abspielte. Menschen, die starren, sollten den Blick besser auf die Innenseite ihres Schädels richten. Dieser Stuhl war für sie der Platz, um im Geiste durchzugehen, was alles nicht geklappt hatte: der Sandkasten, den es nie gegeben hatte, die Windeln, die nicht an der Wäscheleine gelandet waren, die Zwillinge, die sie nicht auf dem Bulksteeg zur Schule gebracht hatte, die Mutter, die sie nicht geworden war."

Wer also mal erfahren will, wie einen ein Buch an die Grenze des Erträglichen bringt, der traue sich an dieses.

LG von Caro

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Dienstag, 14. November 2017

Auf die Ohren: Unter meinem Bett 3

Endlich ist sie da: 
die neue CD "Unter meinem Bett 3"* und ich kann euch verraten, sie ist genauso großartig wie die Vorgänger.
Dieses Mal mit von der Partie sind zB Sven Van Thom, der so wunderbaren deutschen Gitarrenpop-singt, Maxim, Klee oder Clueso. Aber besonders gefällt dem kleinsten Mitbewohner und mir "Lass mich (nicht) allein" von Doktor Renz von Fettes Brot, "Planet" von Deniz Jaspersen (von der Band Herrenmagazin) und unangefochten auf Platz 1 ist "Ich kann stehen" von Tex (dem Gründer und Moderator von TV Noir). Kurz gesagt: die CD läuft bei uns in Dauerschleife und nicht nur, wenn ein Kind in der Nähe ist. Sehr empfehlen kann ich auch die Konzerte (in Berlin und Hamburg), moderiert vom wunderbaren Bernd Begemann und seiner Tochter. Und spätestens, nachdem letztes Jahr Bela B. und Das Bo nur ein paar Meter von uns entfernt auf ihre Auftritte warteten, war klar, dass wir auch dieses Jahr unbedingt wieder dort hin müssen. Zum Glück müssen wir nicht mehr so lange warten!

LG von Caro

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Sonntag, 12. November 2017

12 von 12 - November 2017

Guten Morgen!
 Mein derzeitiges Lieblingsmotto aus meinem Lieblingsbuch 2017:
"Was man von hier aus sehen kann" von Mariana Leky*

Gefühstück habe ich heute anlässlich des Geburtstages einer Freundin im Mokis Goodies.
Sehr lecker, sehr gesund, sehr viel.


Freitag, 10. November 2017

Auf Herz und Nieren geprüft: die Fitnessarmbänder von Fitbit

Bereits seit fast einem Jahr bei mir in Gebrauch - die Fitnessarmbänder von Fitbit:

Ende letzten Jahres war ich auf der Suche nach einem Fitnesstracker, der mir auf einfache Art und Weise zeigen sollte, wieviel bzw. wie wenig ich mich tatsächlich am Tag bewege. Wie so oft wusste ich genau was ich NICHT will, nämlich ein teures, viel zu großes klobiges Ding an meinem Handgelenk, was viel Geld kostet, mich auch noch stresst mit Benachrichtigungen über Emails, Anrufe oder Termine, täglich aufgeladen werden muss und trotzdem nicht wasserdicht ist. Nach einem langen Beratungsgespräch im Technikkauffhaus war relativ schnell klar, die günstige Alternative ist das Flex 2 der Firma Fitbit*. Puristisch durch lediglich vier Leuchtdioden, die die tägliche Schrittzahl messen, hat man es schnell im Laufe des Tages vergessen, so angenehm trägt es sich. Mehr als leuchten kann es auch nicht, wobei doch: es vibriert, wenn man sein Fitnessziel erreicht hat und die Dioden tanzen bunt auf, aber das war es auch schon. Wer will kann seinen Schlaf damit tracken oder sich (ebenfalls durch Vibration) an Termine erinnern lassen, aber sonstiger Schnickschnack findet bei diesem Fitnesstracker nicht statt. Die Synchronisation läuft ganz einfach über eine App, viele Sportarten werden von alleine erkannt oder können ganz einfach nachgetragen werden. Das Enscheidende beim Kauf für mich aber war: es ist wasserdicht! Und nach zwei Wochen stundenlangem Dauertragen in einem Hotelpool auf Mallorca kann ich sagen - stimmt! Selbst der massive Einsatz von Chlor hat der Funktion nicht geschadet, lediglich das (austauschbare) Armband hat etwas gelitten, aber das lässt sich kostengünstig ersetzen, wenn es einen stört.

Was mich allerdings irgendwann störte: zusätzlich zum Flex 2 musste ich immer ein Uhr tragen. Gerade, wenn man sich etwas schöner anzieht oder noch ein Armband tragen möchte, hatte man dann plötzlich drei Dinge am Handgelenk. Darum hab ich mir vor ein paar Wochen noch ein Alta Hr von Fitbit* gekauft. Durch leichtes Kippen des Handgelenkes erscheint dort die Uhrzeit und ist ansonsten zum Glück wieder sehr hübsch und schmal. Auch hier kann man seine Schritte oder sportlichen Aktivitäten tracken, zusätzlich misst es auch noch die Herzfrequenz, was ich aber persönlich nicht brauche. Einziger Nachteil: es ist nicht wasserdicht. Aber dafür hab ich ja dann wieder das andere Band.

Die Synchronisationen beider Geräte über einen Account in der App funktioniert vollkommen problemlos, da man das jeweils benutzte Band ganz einfach im Profil auswählen kann oder eben synchronisiert, wenn das andere Band nicht in der Nähe oder leer  ist. Wie es ist, wenn man am Tag die Bänder hin- und her wechselt, kann ich allerdings noch nicht berichten. Ich weiß meist, ob ich im Laufe des Tages in einen Pool springe oder nicht.

Beide Bänder haben dazu geführt, dass ich abends mit der Zahnbürste um den Esstisch laufe, wenn ich mein Schrittziel nicht erreicht habe. Dass ich weiß, dass meine ersten aktiven Minuten des Tages morgens sind, wenn ich meine drei Kinder antreibe, pünktlich in die Schule zu kommen. Dass ich  freiwillig eine Haltestelle früher aus dem Bus aussteige, um abends mehr Schritte gemacht zu haben. Dass es praktisch unmöglich ist, im Stadtverkehr 10 Minuten am Stück Fahrrad zu fahren. Dass es keine gute Idee ist, Wettkämpfe mit meinen großen Kindern zu machen, wenn sie abends noch zwei Stunden Fussballtraining haben (und locker über 30.000 Schritte dadurch erreichen). Dass am Wochenendende auf dem iPad Surfen im Bett als Schlaf gewertet wird. Dass man mit besserem Gewissen mit Keksen und Schokolade lesend auf dem Sofa liegt, wenn man sein Tagesziel bereits erreicht hat.

Und? 
Seid ihr auch schon im Fitnessbandfieber? Welche benutzt ihr denn gerne?

LG von Caro

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Mittwoch, 8. November 2017

Schon wieder Amy!

Schnitt: Pattydoo
Stoff: Limetrees

LG von Caro

Montag, 6. November 2017

Buchempfehlung: "Sieh mich an" von Mareike Krügel

In den Herbstferien gelesen und für sehr empfehlenswert empfunden: 


Was tut man, wenn man selbst plötzlich im Innersten erschüttert wird? Wenn man bei sich ein "Etwas" ertastet, von dem man meint zu glauben, dass es Krebs ist, weil schon die Mutter daran verstarb? Wie kann und soll man das seinen nächsten Familienmitgliedern und Freunden beibringen? Katharina, Mutter von zwei Kindern und Musikwissenschaftlerin, steht vor einer schwierigen Aufgabe, vielleicht sogar vor der schwersten ihres Lebens. Denn das Wochenende steht vor der Tür, nur sie allein weiß von diesem "Etwas", alle anderen, die unaufhörlich um sie herumschwirren sind ahnungslos, wo sich doch auch für sie alles ändern wird, wenn sich die Diagnose Montag bestätigt.

"Kurz danach wurde Mutter krank. Es gibt da sicher keinen Zusammenhang. Aber heute, hier und jetzt, frage ich mich doch, ob es sein kann, dass eine Mutter erst dann ein Etwas findet - dass sie sich erst dann überhaupt erlaubt, ein Etwas zu finden -, wenn sie spürt, dass sie sich aus dem Staub machen kann, ohne allzugroßen Schaden anzurichten."

Mareike Krügel schafft es, in diesem Roman die unterschiedlichsten Facetten des Lebens als Mutter abzubilden. Zum einen beschreibt sie Katharina als unglaublich warmherzig und bißchen durchgeknallt, dass man erstaunlich oft beim Lesen laut lachen muss, weil ihr ständig irgendwelche skurrilen Dinge passieren. Andererseits sind auch ganz viele Wahrheiten enthalten, wie man sich als Mutter und Hausfrau (denn so sieht sich Katharina trotz ihrer kleinen Stelle als Leiterin der Musikgruppe im Kindergarten) von der Gesellschaft wahrgenommen fühlt oder selbst sieht. 

 "Vielleicht kann ich Schlimmeres verhindern. Aber wie könnte ich das, ich bin viel zu weit weg und viel zu spät dran, wie alle Mütter dieser Welt, es reicht nicht, die Gefahr zu bemerken, wenn sie bereits da ist. Man muss sie antizipieren, und das kann man nur, wenn man die Aufmerksamkeit für keine Sekunde schleifen lässt, nicht, wenn man Musik hört oder auch nur irgendwie selber leben möchte."

Katharina sieht sich als unentbehrlich, als Spinne im Netz, die alle Fäden der anderen Familienmitglieder vereint und jede Erschütterung spürt. Und da soll sie jetzt plötzlich ausfallen durch einen Befund? Wie soll das gehen? 

"Ich habe manchmal den Gedanken, ich könnte nur frei sein, wenn meine Kinder nicht mehr da wären. Solange sie leben, werde ich gefesselt und an sie gekettet sein, von Sorgen geplagt, von Zweifeln zerfressen, und niemals in der Lage, eine einzige Entscheidung für mein eigenes Leben zu treffen, die ihre Gefühle nicht mit berücksichtigt."

Ich werde noch lange über dieses Buch nachdenken müssen.

LG von Caro

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Donnerstag, 2. November 2017

Ich näh mir einen Mantel (1. Versuch)

Schon vor den Herbstferien habe ich mir einen Mantel genäht:
Den Stoff hab ich schon vor ewigen Zeiten auf dem Stoffmarkt gekauft und eigentlich wollte ich daraus Sofakissen nähen oder etwas anderes, aber bestimmt keinen Mantel. Dabei ist er total hübsch: er glitzert nämlich durch Silberfäden vor sich hin, was man jetzt auf dem Bild nur erahnen kann (sorry!). Der Schnitt ist ganz schlicht ohne Knöpfe oder ähnliches, mit schmalen langen Armen und aufgesetzten Taschen und Belegen und aus einer alten Burda Easy und jetzt kommt der Haken: der fertige Mantel ist mir leider zu groß, manno! Darum gibt es auch an dieser Stelle keine Anzieh-Foto. Die gibt es erst, wenn ich ihn in Gr. 36 abgemalt und zugeschnitten und genäht habe, denn zum Glück habe ich noch einen zweiten Mantelstoff-Coupon vom Stoffmarkt in den Untiefen meines Stoffschrankes gefunden (ihr wisst schon Stoffverarmungsängste und so ...). 

LG von Caro

Montag, 30. Oktober 2017

Hallo Alltag ...

... naja fast.
Die Herbstferien im hohen Norden sind zwar vorbei und damit auch unser kurzer Abstecher nach Malta in den Sommer, aber so richtig starten können wir schultechnisch diese Woche noch nicht: Brückentag, Feiertag, LEGs in der Schule ... und Zack! schon wieder Freitag.
LG von Caro